Elektrik    

Zur Definition der Elektrik eines Moduls gehören die Aspekte

a) Fahrstrom
b) Wechselstrom
c) Leitungen für den Digitalbetrieb

 

a) Fahrstrom

FREMO mit 2-Leiter-System kommt natürlich mit 2 Kabeln aus und schlägt dafür Bananenstecker vor. Diese sind symmetrisch, d.h. links und rechts jeweils ein Stecker und eine Buchse. Somit kann das Modul einfach "gedreht" werden.

Für TRIX EXPRESS wollen wir natürlich die Vorteile des 3-Leiter-Systems nicht missen. Daher schließe ich alle 3 Leiter an und verwende dafür "Kaltgerätekabel".  Kaltgerätekabelverlängerungen sind in jedem Elektronikversand erhältlich. Sie weisen einen Querschnitt von 1,4 mm auf und haben meist eine Länge von 1,5 m bis 2 m (je nach Lieferant). Bei der Firma Schneider-Consulting (von der dieses Bild stammt) kostet das 1,5 m lange Kabel nur 1,90 Euro.

 

 

Diese Kabel haben standardmäßig gelb, braun und blau als Kabelmantel. Gelb (der mittlere Pin) wird bei mir zum Anschluss des Mittelleiters verwendet. braun für die "südlichen" und blau für den "nördliche" Schiene. Als Eselsbrücke merke ich mir da, dass blau dem Himmel entspricht (also oben - Richtung Hintergrund) und braun der Erde (also vorne - Richtung Vorderkante).

 

Die Steckerseite dieser Verkabelung geht bei mir immer nach Osten (rechts), die Buchsen nach links (Westen). Der Anschluss der Module ist damit aber nicht mehr symmetrisch. Ein Drehen der Module ist dann nur mit Adaptern möglich.

 

 

Und so werden die Module verdrahtet (am Beispiel eines ganz kurzes Jokermoduls):

Auf die beiden Aussenleitern werden Modellbahndrähte gelötet: Ein blauer in der "Nord-Richtung" des Moduls, also dort, wo es höher ist (Eselsbrücke: Wo es höher ist, gehts Richtung Himmel), ein brauner in "Süd-Richtung", d.h. nach vorne, wo es nierdiger ist (Eselsbrücke: braun=Erde). Diese beiden führen zu einer Lüsterklemme, an der auch die Enden des Kaltgerätekabels geklemmt sind.

Der Mittelleiter (gelb) wird nicht dirket in die Lüsterklemmt geführt, sondern über einen kleinen Stecker umsteckbar gemacht. Damit kann das Stück Mittelleiter, das auf diesem Modul ist, durch Gleisbesetztmelder überwacht oder als Halteblockkennung vor einem Signal genutzt werden.

 

b) Wechselstrom für Beleuchtung und Schalten

Den Strom zum Beleuchten von Gebäuden und zum Schalten von Weichen oder anderen beweglichen Teilen werde ich nicht über die Module hinweg leiten. Vielmehr wir bei jedem Modul, das Licht- oder Schaltstrom braucht, ein Trafo (oder ein Akku oder eine Batterie) lokal installiert. Das bringt mehr Flexibilität und spart Aufwand, da es ja bei Streckenmodulen oft nicht notwendig sein wird, Licht- oder Schaltstrom zur Verfügung zu haben.

   

c) Leitungen für Digitalbetrieb

Wird das Modul in einem digital gesteuerten Arrangement betrieben, so ist zu definieren, über welche Leitungen die digitalen Steuerbefehle kommen und wie Rückmeldungen ans System geschickt werden. Weiters soll im Digitalbetrieb ein Umstecken des Reglers möglch sein, sodass ein Mitgehen möglich ist.

Üblicherwiese dienen die Fahrstromleitungen auch als Steuerleitung für Digitalbefehle. Wenn nun auf einem Modul ein Weichendecoder (oder ein anderer Magnetartikel- oder Signaldecoder) montiert ist, so ist zu klären, wie dieser zu seiner Information kommt. Da das Modul so aufgebaut ist, dass es sowohl im echten Dreileiterbetrieb als auch im Zweileiterbetrieb benutzt werden kann, ist nicht fixiert, über welche Kabel die Digitalbefehle kommen.

Meine Lösungsvorschläge: Eine eigene Leitung für die Digitalsteuerung in allen Modulen vorzusehen, finde ich überzogen. Daher muss im Modul die Moglichkeit sein, den Decoder jeweils dort anzustecken, wo der Fahrstrom kommt. Das bedeutet, dass in Modulen mit Decodern eine Steckmöglichkeit für die Steuerleitung vorzusehen ist.

Für PC-gesteuerte Anlagen ist weiters eine Rückmeldeleitung vorzusehen. Diese kann aber mit der Leitung für die digitalen Regler verbunden sein.